Warum ist Gewalt in Paarbeziehungen ein Gesundheits- und Genderproblem?

Damit ein Gesundheitsproblem von der Weltgesundheitsorganisation WHO als Problem der öffentlichen Gesundheit anerkannt wird, muss es folgende Kriterien erfüllen: Es muss gehäuft vorkommen, seine Folgen müssen schwerwiegend und die Auswirkungen auf die Gesellschaft gewichtig sein. All diese Kriterien sind bei Gewalt in Paarbeziehungen gegeben. Gewalt, die Frauen erleiden, ist zu einem überwiegenden Teil Gewalt durch einen Beziehungspartner. Sie ist bei Frauen zwischen 16 und 44 Jahren die häufigste Ursache von Tod und Invalidität – vor Unfällen und Krebs. Dem gegenüber erleiden Männer Gewalt zu neunzig Prozent durch andere Männer: Körperliche Gewalt überwiegend in der Öffentlichkeit und Freizeit, psychische Gewalt überwiegend in der Arbeitswelt.

Der Fachbereich Häusliche Gewalt FHG des Eidgenössischen Büros für die Gleichstellung von Frau und Mann EBG verstärkt und ergänzt seit 2003 im Auftrag des Bundesrates die bisherigen Massnahmen zur Bekämpfung der Gewalt. Dabei konzentriert sie sich auf die Bekämpfung der Gewalt in Paarbeziehungen und Trennungssituationen. Bei der Prävention und Intervention berücksichtigt der Fachbereich Häusliche Gewalt unabhängig vom Geschlecht die Situation von Opfern wie von Gewaltausübenden.

Was wir tun:
Häusliche Gewalt / Was wir tun

Publikationen und Informationsblätter zu verschiedenen Aspekten häuslicher Gewalt:
Häusliche Gewalt / Hintergründe kennen – zielgerichtet handeln

Internationale Bestrebungen gegen Gewalt an Frauen, insbesondere häusliche Gewalt:
Häusliche Gewalt / Gewalt – auch international ein Thema